Slim Fit oder Modern Fit - was passt besser?
Bei Bräutigamen ist der körpernah geschnittene Slim-Fit-Anzug weiterhin besonders beliebt. Er ist auf Figur gearbeitet, betont die Taille und erzeugt eine eher schlanke Silhouette. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Bräutigam automatisch Slim Fit tragen sollte. Modern-Fit-Schnitte fallen etwas gerader und können je nach Körperbau deutlich harmonischer wirken. Gleichzeitig verändert sich die Herrenmode gerade ohnehin wieder ein wenig. Ähnlich wie bei Freizeitkleidung werden auch Anzüge und insbesondere Hosen teilweise etwas weiter getragen. Entscheidend ist deshalb weniger die Bezeichnung im Etikett als die Frage, wie der Schnitt am eigenen Körper aussieht. Ein guter Anzug sollte die Figur unterstützen, nicht gegen sie arbeiten. Er darf körpernah sitzen, sollte aber weder spannen noch die Bewegungsfreiheit einschränken. Und er sollte auch nicht so weit sein, dass die Konturen komplett verschwinden. Genau deshalb lohnt es sich, verschiedene Schnitte anzuprobieren. Der Anzug, den man sich vorab auf einem Foto ausgesucht hat, muss am eigenen Körper nicht zwangsläufig derjenige sein, der am besten funktioniert.
Die kleinen Details machen bei Sakko und Hose den Unterschied
Besonders häufig fällt bei der Anprobe die Ärmellänge des Sakkos auf. Als grobe Orientierung nennt Nina den Bereich rund um den Anfang des Daumenknochens. Gleichzeitig sollte unter dem Sakko noch ein kleiner Teil des Hemdes sichtbar bleiben. Ist der Sakkoärmel zu lang, verändert das optisch die Proportionen des gesamten Armes. Oft kann ein Anzug deshalb schon deutlich hochwertiger wirken, sobald die Ärmellänge richtig angepasst wurde. Ähnlich ist es bei der Hose. Sie sollte weder zu hoch noch zu tief sitzen und am Schuh sauber enden. Bei Mode Burkhardt wird die Hose individuell abgesteckt. Als Orientierung empfiehlt Nina, dass sie hinten ungefähr zwei Zentimeter über der Ferse endet. Dadurch fällt sie schön auf den Schuh, ohne darin zu verschwinden oder sich unnötig zu stauchen. Das sind Details, die man als Laie vielleicht nicht bewusst wahrnimmt. Auf Hochzeitsfotos machen sie trotzdem einen Unterschied. Ein sauber sitzender Anzug wirkt ruhiger, eleganter und vor allem deutlich stimmiger. Auch das Hemd gehört dabei zur Gesamtpassform. Unter dem Sakko sollte ein kleiner Teil der Manschette zu sehen sein. Wird später ein Manschettenhemd mit Manschettenknöpfen getragen, kommt dieses Detail dadurch ebenfalls schön zur Geltung.
Warum ein Hochzeitsanzug fast immer angepasst werden darf
Manchmal entsteht bei der Anprobe der Eindruck, ein Anzug müsse direkt von der Stange perfekt sitzen. Das ist eigentlich gar nicht notwendig. Viel wichtiger ist, dass die Grundpassform stimmt. Kleinere Korrekturen an Hosenlänge, Ärmeln oder Taille sind vollkommen normal und können einen guten Anzug erst richtig gut machen. Gerade beim Hochzeitsanzug lohnt sich diese Feinabstimmung. Schließlich trägt der Bräutigam das Outfit nicht nur für eine kurze Zeremonie. In der Regel verbringt er darin viele Stunden, wird fotografiert, sitzt beim Essen, steht beim Empfang, umarmt Gäste und landet irgendwann wahrscheinlich auf der Tanzfläche. Der Anzug muss also gut aussehen und gleichzeitig funktionieren. Deshalb ist auch eine finale Anprobe kurz vor der Hochzeit sinnvoll. Zwischen dem ersten Kauf und dem Hochzeitstag liegen häufig mehrere Monate. In dieser Zeit kann sich die Figur durch Sport, Stress oder Veränderungen im Alltag durchaus ein wenig verändern. Wer kurz vor der Hochzeit noch einmal alles anprobiert, hat die Sicherheit, dass am Hochzeitstag wirklich jedes Detail sitzt.
Der beste Anzug ist der, über den man am Hochzeitstag nicht mehr nachdenken muss
