Ein Dreiteiler ist erlaubt - bei der Weste kommt es auf die Details an
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, als Hochzeitsgast einen dreiteiligen Anzug mit Sakko, Hose und Weste zu tragen. Entscheidend ist allerdings, welche Weste man auswählt. Für Gäste empfiehlt Nina eine Ton-in-Ton-Kombination. Die Weste greift also die Farbe von Sakko und Hose auf und fügt sich harmonisch in den Anzug ein. Eine besonders auffällige Schmuckweste mit Glanz, Kontrastfarbe oder außergewöhnlichem Muster sollte dagegen eher dem Bräutigam gehören. Das ist eigentlich eine schöne Orientierung für den gesamten Look: Als Gast darf man sich selbstverständlich Mühe geben und elegant aussehen. Man muss sich nur nicht ausgerechnet an diesem Tag stärker inszenieren als derjenige, der heiratet. Ähnlich sieht es beim Hemd aus. Cremefarbene beziehungsweise ivoryfarbene Hemden sind laut Nina eher dem Bräutigam vorbehalten. Der Grund liegt unter anderem in den heutigen Brautkleidfarben. Viele Kleider sind nicht mehr in einem sehr kühlen Reinweiß gehalten, sondern in Ivory, Elfenbein oder weicheren Cremetönen. Ein entsprechendes Hemd des Bräutigams harmoniert damit besonders schön. Für Gäste ist deshalb ein klassisches weißes oder ein anderes passend gewähltes Hemd meist die bessere Wahl.
Darf man als Hochzeitsgast Sneaker tragen?
Hier kommt die wahrscheinlich beliebteste Antwort auf Dresscode-Fragen: Es kommt darauf an. Bei einer entspannten Gartenhochzeit, einer urbanen Feier oder einem modernen Standesamt-Look können gepflegte Sneaker hervorragend funktionieren. Bei einer sehr klassischen Abendhochzeit in einer eleganten Location können sie dagegen schnell zu leger wirken. Der Rahmen der Hochzeit ist deshalb entscheidend. Ein Blick auf Einladung und Location verrät oft schon viel. Gibt es einen konkreten Dresscode? Ist die Gestaltung sehr festlich? Findet die Hochzeit in einem Schloss statt oder auf einer Wiese? Und wie kennt man das Brautpaar? Wer danach immer noch unsicher ist, darf einfach nachfragen. Die meisten Brautpaare sind vermutlich glücklicher über eine kurze Frage als über einen Gast, der sich den gesamten Tag sichtbar unwohl fühlt. Denn auch das ist Nina wichtig: Man sollte sich bei einer Hochzeit nicht vollkommen verkleidet fühlen. Wer normalerweise ausschließlich Sneaker trägt, muss nicht plötzlich einen Stil imitieren, in dem er sich überhaupt nicht wiedererkennt. Gleichzeitig darf man die Gelegenheit natürlich nutzen, den eigenen Stil etwas festlicher zu interpretieren. Genau diese Balance macht meistens den besten Look aus.
Ein klarer Dresscode hilft übrigens auch den Gästen
